Whisky und Apfel

Geschmack neutralisieren beim Whisky Tasting

Wir haben mittlerweile an einigen Whisky Verkostungen teilgenommen und auch selbst einige geplant und durchgeführt, wie in unseren Beiträgen hier im Blog nachzulesen ist. Dabei stellte sich uns immer wieder das Problem, das vermutlich schon viele Whisky-Genießer beschäftigt hat.

Wie können wir den Whiskys, die im Line-Up in der Mitte und hinten eingereiht sind, gerecht werden? Denn die Wahrnehmung und die Geschmacksnerven leiden schon im Laufe einer Verkostung. Zum einen geschieht dies durch den Alkohol – diesen Einfluss können (und wollen?!) wir nicht ausschalten. Zum anderen wird es mit steigender Anzahl verschiedener Whiskys zunehmend schwieriger, mit der Zunge noch die Unterschiede und Feinheiten herauszuschmecken. Deshalb machen wir je nach Anzahl der zu verkostenden Whiskys immer nach 3, spätestens 4 Kandidaten eine Pause.

Anfangs hatten wir dann eine Käseplatte für alle Teilnehmer als Zwischengang, um die Geschmacksnerven vorzubereiten auf die kommenden Whiskys. Was übrigens sehr gut schmeckt und zusammen passt – Whisky und Käse. Es gibt sogar Tastings, die jeweils einen Käse zum Whisky servieren, geschmacklich aufeinander abgestimmt. Aber wenn man mehr als 5 oder 6 Whiskys verkostet, ist der Käse nicht der ideale Geschmacksneutralisierer.

Whisky und Apfel
Braeburn + Single Malt = Lecker

Auf einen Tipp hin haben wir es dann mal mit Äpfeln versucht – und sogleich für sehr gut befunden. Bietet sich ja geradezu an, da wir in der Bodenseeregion Äpfel in Hülle und Fülle sowie von ausgezeichneter Qualität haben.

Besonders gut sind geeignet sind eher säuerliche Sorten wie z.B. Elstar, Braeburn oder Jonagored/Jonagold. Durch den süß-sauren Geschmack  und das Kauen im Mund sind die Sinne wieder geschärft für kommende Whiskys. Sie müssen dazu keinen ganzen Apfel essen, es reichen ein bis zwei Schnitze.

Diese Lösung ist sehr praktikabel und zudem günstig. Probieren Sie es doch einfach mal. Denn es wäre doch wirklich schade, wenn Sie bei einem Tasting ab der Nummer drei nicht mehr wirklich die Nuancen herausschmecken und im Line-Up hinteren Whiskys zu einem geschmacklichen Brei verkommen.

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