Eine hübsch gestaltetes Label und eine wertig wirkende Tube

Verkostung: Caol Ila, 6 Jahre, David & McMurray für Glen Fahrn (Zürich)

Am Wochenende 19./20. August 2017 fand in Zürich wieder das BarcampCH im Karl der Große statt und die Jungs waren anwesend.

Niemand war verwundert, dass Jens am Samstag in der Sessionplanung eine Session anbot. Diese trug den schlichten Titel “Outdoor“ und trotzdem fanden sich die üblichen Verdächtigen ein, denn denen war klar, dass es sich um eine Exkursion in den nahe gelegenen Whiskyshop handeln würde. Ein kleines Whisky-Tasting hat ja schon Tradition beim Barcamp in der Stadt am Zürichsee.

So marschierten René, Mirco, Hubert, Wolfram und die Jungs gegen 11:00 die paar Dutzend Meter ins Glen Fahrn, wo wir in den vergangenen Jahren immer gut beraten wurden.


So auch diesmal.

Caol Ila, 6 Jahre, David & McMurray für Glen Fahrn

Auf die Frage, was wir denn für Whisky suchen würden, kamen die Schagworte Fassstärke und torfig als erstes und die kundige Mitarbeiterin offerierte uns einen 6 Jahre alten Caol Ila (2011/2017), der von Murray & McDavid speziell für diesen Whiskyshop als limited release (262 Flaschen) abgefüllt wurde. (Exceptional botteling for all the whisky lovers in Switzerland). Dieser Single Cask (Fass 900129) reifte in einem 1st fill Bourbon Hogshead und brilliert mit 59,3 Vol%.

Damit traf man genau den Geschmack der Anwesenden und so hatte ein weiterer angebotener Whisky keine Chance mehr.

  • Bot doch dieser Whisky schon in der Nase Rauch, ein bisschen Salz, einen Hauch Eiche, und feine fruchtige Anteile u.a. von Beeren. Den hohen Alkoholgehalt verhehlt er nicht und ist doch sanft in der Nase.
  • Auf der Zunge, wo dieser Whisky vollmundig auftritt, trafen wir diese Eindrücke, z. T. feiner nuanciert oder auch greifbarer (Erdbeere), wieder und hinzu gesellte sich eine gediegene Adstringenz.
  • Und wie erhofft finalisierte sich dieses Produkt, indem es leicht ölig und gar nicht scharf die Kehle durchrann und mit einem kräftigen und anhaltenden Abgang ausklang.
  • Die Zugabe von kleinen Mengen Wasser beförderte den, eh schon guten, Gesamteindruck noch mal nach vorne.

Also wurde zusammen gelegt und dieser, für sein junges Alter überraschend reif wirkende, Whisky käuflich erworben.

So aufs Beste ausgestattet, ging es dann zurück ins Karl, wo wir uns einen Dram als Apéro vor dem Mittagessen genehmigten.  Und auch als Digestiv bekam dieser Caol Ila gute Noten. Und auch nach dem Abendessen setzte man die Testreihe fort. Mit gleichbleibend gutem Ergebnis. Eine Einschränkung muss man hier jedoch machen: isst man Käse und trinkt diesen Whisky dazu, wird er auf einmal recht scharf auf der Zunge und im Rachen. Also der Whisky 😉

In der Abschluss-Session, übrigens eine tolle Jam-Session mit Piano und Alt-Saxophon, genossen wir noch mal die vielfältigen Aromen und Nuancen dieses Produktes. Jazz und guter Whisky, das hat schon was.

Fazit

Wir haben mit dieser Abfüllung einen jungen und doch sehr leckeren, facettenreichen Whisky gefunden. Und endlich mal wieder einer, der kein „no age statement“ darstellt.

Bilder

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