Verkostungsbericht unserer Abend-Tastings in Berlin | #whiskyB

Im Vorfeld der re:publica 2014 weilte ein Teil der Jungs schon in Berlin und so ergab es sich, dass sie eine oder andere Tasteup in der „Le Bar“ im Maritim Hotel durchführten. Dort hatten sie auf der gut sortierten Whisky-Karte den einen oder anderen Tropfen entdeckt, der das Interesse unserer Recken weckte. Eine Gelegenheit, die sie sich nicht entgehen lassen wollten.

Highland Park 25 y.

Dieser Whisky ist honigfarben und hat 48,1Vol%. Es handelte sich um eine Importflasche, die in Deutschland so nicht erhältlich ist.

Highland Park 25y.
Highland Park 25y.

Beim Nosing stellt man sofort eine hohe Komplexität fest. Süße Aromen von Vanille, Karamell,  dunkle Schokolade und und Eiche machen ihn zu einem echten Nasenschmeichler.

Auf der Zunge dominiert die leichte Süße des Sherry gepaart mit Eiche. Der komplexe Eindruck in der Nase wiederholt sich am Gaumen aber nicht.

Der Abgang ist leider zu kurz.

Fügt man ein wenig Wasser hinzu, gewinnt der Highland Park beim Nosing noch mal deutlich an Komplexität und er zeigt seine süße Seite, d. h. er wird deutlich sherrylastiger. Allerdings verliert er den eh kurzen Abgang gänzlich.

Fazit
Trotz des Alter kein herausragender Whisky aber grundsolide.

Unsere Bewertung (nach Schulnoten): 2, 3 = 2,5

The Yamazaki 18y.

Dieser japanische Single Malt aus dem Hause Suntory hat 43Vol%. Barkeeper Kruschi beschrieb die Farbe sehr treffend mit „dunkler Bernstein im Sonnenuntergang“. Dieser Malt ist in drei verschiedenen Fässern aus den USA, Spanien und Japan gereift.

The Yamazaki 18y.
The Yamazaki 18y.

Auffällig ist der sehr intensive Duft, den das Produkt verbreitet. Es dominieren süße, fruchtige und blumige Aromen mit einem Hauch von Toffee.

Das Geschmackserlebnis ist sehr würzig,  trocken und wird von Eiche umrahmt.

Diese Komposition findet sich auch im Abgang wieder, der erfreulich lang ist.

Mit Wasser verliert er seinen intensiven Duft und auch geschmacklich geht einiges verloren, jedoch bleibt die fruchtige Note erhalten.

Fazit
Ein fruchtiger Japaner, der einen Versuch wert ist. Aber bloß nicht mit Wasser trinken.

Unsere Bewertung: 2, 3 = 2,5

Dalwhinnie Vintage 25 y.

Dieser Highland (double matured, Oloroso finish) hat 43Vol% und schimmert bernsteinfarben.

Dalwhinnie Vintage 25.
Dalwhinnie Vintage 25.

In der Nase beherrschen leichte, fruchtige Noten das Geschehen. Dazu gesellt sich eine leichte Honigsüße, was diesen Whisky  beschwingt erscheinen lässt.

Im Mund finden sich alle Aspekte wieder, die das Nosing verspricht, er ist süß und doch trocken und wird durch Eiche harmonisch bereichert.

Der Abgang ist lang, eichig und ganz am Ende schmeckt man noch einen Hauch von Karamell.

Mit Wasser gestaltet sich das Nosing intensiver und doch fast lieblich, man entdeckt Eichenaromen und der Gesamteindruck ist rund und cremig.

Fazit
Nicht sehr komplex aber grundsolide. Wir könnten uns eine gute Zugarre dazu vorstellen. Die Zugabe von Wasser ist nach Ansicht unserer Tester ein Muss.

Unsere Bewertung: 2, 3 = 2,5

So eingestimmt ging es dann in den weiteren Tagen des Berlinbesuchers los mit unseren Guerilla-Tastings.

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